Familienaufstellung und Mehrlingssystem - Methode Freni®

Das morphogenetische Feld des Mehrlingssystems 

 

Woran erkennt man, dass das zentrale Thema, an dem unser Leben scheitert, mit der Mehrlingsthematik zusammenhängt?

Insbesondere unsere Generation strebt unaufhörlich nach körperlichem und seelischem Wohlergehen. Auf der ständigen Suche nach unserer Selbstverwirklichung, haben wir in den letzten Jahrzehnten viele Praktiken erlernt, um unsere Selbstbestimmung  zu erlangen.

Dennoch sind die wichtigsten Lebensbereich – die Paarbeziehung, das Verhältnis zwischen Eltern und Kindern, die berufliche Erfüllung, der materielle Wohlstand, unsere Gesundheit – nach wie vor mit großen Schwierigkeiten verbunden. Heute unterliegen wir nicht mehr dem Zwang, strikte moralische und soziale Verhaltensregeln zu befolgen, die uns Pflichtbewusstsein und Disziplin abverlangen, durch die unsere Eltern noch geprägt waren. Umso beschwerlicher ist es für viele, in unserer Gesellschaft ihren Platz einzunehmen und Bestrebungen und Wünsche zufriedenstellend umzusetzen.


Frau Dr. Freni hat während ihrer Berufserfahrung mit dem Familien- und Systemaufstellen die Beobachtung gemacht, dass die Mehrheit der Klienten, die sich an einen Aufsteller wenden, Alleingeborene Mehrlinge sind.

Der traumatisierte Überlebende entwickelt Verhaltensmuster, die durch intrauterine Ereignisse ausgelöst und eingeübt werden. Diese sind immer direkt proportional zu seiner körperlichen und geistigen Reife. Im Zell- und Körpergedächtnis abgespeichert, fungieren sie unbewusst als Matrix für alle zukünftigen Erfahrungen. 

 

Der Tod der Mehrlingsgeschwister in der Gebärmutter verursacht im Hinterbliebenen eine unterbrochene Hinbewegung, die sich später auf alle Lebensbereiche auswirkt. Die unendliche Suche nach einer Lebenskomponente, die nicht genau definierbar ist, lenkt immer mehr die Aufmerksamkeit vom Hier und Jetzt ab, beeinträchtigt nach und nach die Lebensqualität und bündelt alle Körperenergie.

 

Das Familien- und Systemaufstellen von Bert Hellinger und die Arbeit von Bettina und Alfred Ramoda Austermann bilden die Grundlage für die Arbeit von Frau Dr. Graziella Freni. Sie hat durch phänomenologische Beobachtung erkannt, dass der Klient durch sein Körpergedächtnis bis zu 300 Mehrlingsgeschwister unterscheidet und sein ganzes Leben lang mit ihnen verbunden bleibt. 

Beim Familienstellen kann man beobachten, wie die Aufmerksamkeit des Klienten seinen abgegangen Mehrlingsgeschwistern folgt. Es handelt sich dabei am plausibelsten um embrionale Stammzellen, deren Erbgut verschieden ist und sich von dem der anderen Mehrlingsembryonen unterscheidet. Jede Stammzelle beginnt eine eigenständige Entwicklung und kann potenziell zu einem embryonalen Organismus, zu einem Embryo, einem Fetus, einem Neugeborenen ausreifen. Dies ist nicht durch wissenschaftliche Forschung bewiesen, sondern basiert einzig auf Beobachtung während der praktischen Arbeit mit Klienten und Stellvertretern unter dem Tuch, das die Verhältnisse innerhalb der Fruchtblase in ihrer zeitlichen Abfolge wiedergibt.

In Ultraschallaufnahmen und morphologischen 3D-Untersuchungen kann man indessen sehen, dass im Anfangsstadium der Schwangerschaft mehrere Fruchtblasen vorhanden sind. Auch diese haben einen großen Einfluss auf das Selbstempfinden des Überlebenden Zwillings und werden nachhaltig sein Weltbild prägen. 


Frau Dr. Freni hat beobachtet, dass  die Gehirnentwicklung von besonderer Wichtigkeit ist. Während der ersten 41 Tage entwickelt sich der Hirnstamm. Hier wird sowohl das Zugehörigkeitssystem, als auch die Rangordnung verankert, innerhalb derer der Überlebende Mehrling seinen Platz einnimmt. Diese Rangordnung wirkt sich unbewusst auf alle späteren Systeme aus, denen der Alleingeborene beitritt. Nimmt der Klient, zum Beispiel, in seinem Mehrlingssystem den Platz unter den älteren Zwillingen ein, fällt es ihm schwer, innerhalb seiner Familie klein zu sein und sich den Eltern und älteren Geschwistern unterzuordnen. Auf dieselbe Weise benimmt sich ein Klient, der in seinem Mehrlingssystem ein kleinerer Zwilling ist, auch neben dem Lebenspartner oder als Mutter/Vater den Kindern gegenüber als Kleiner.

Dieses Körperempfinden im Vergleich mit den Mehrlingsgeschwistern innerhalb der Fruchtblase, die die erste Systemzugehörigkeit bildet, liegt der Unordnung in Paarbeziehungen, in der Familie mit Eltern, Geschwistern und Kindern zu Grunde und beeinflusst den Ausgleich von Geben und Nehmen in Beziehungen allgemein.

Zudem ist durch die Aufstellungsarbeit ersichtlich, dass auch in diesem Fall die erste Ordnung der Liebe Bert Hellingers in Kraft tritt: ein Nachfolgender nimmt den Platz der unbewusst ausgeschlossenen Mehlingsgeschwister ein. Das führt dazu, dass alle Personen, denen der Überlebende Mehrling in seinem Leben begegnet, unbewusst zu seinem Zwillingsersatz werden: Auf diese Weise sieht der Klient in seinen Eltern, Partnern, Kindern, aber auch in Vorgesetzten, Arbeitskollegen, Patienten und Klienten grössere oder kleinere Mehrlingsgeschwister und nimmt diese nur insofern wahr, als sie in Resonanz mit seiner intrauterinen Erlebniswelt in Einklang gehen. Das führt zu zyklischen Bewegungen, die immer wieder auf einen Nullpunkt zurückfallen.

 

Phänomenologische Beobachtung zeigt also, dass Mehrlingsgeschwister im Mutterleib ein eigenständiges System bilden: ein autonomes morphogenetisches Feld, das dem familiären vorausgeht. 

 

Jeder Überlebensmechanismus ist direkt proportional zur ausgebildeten Hirnreife. Durch die von Frau Dr. Freni entwickelte Arbeitsmethode integriert der Klient bewusst seine Mehrlingsgeschwister, die sein erstes Zugehörigkeitssystem bilden. Der Klient nimmt bewusst wieder seinen Platz in seinem ersten Zugehörigkeitssystem ein und bindet sich wieder an seine Mehrlingsgeschwister an. Nur das erlaubt ihm den Schritt vom Überleben zum Leben, vom Reagieren zum Agieren: Die Lebensbewegung wird genau da wieder aufgenommen, wo sie unterbrochen wurde. Seine Aufmerksam richtet sich nun auf das Leben, seine Energie steht vollkommen im Dienst des Lebens und weckt die Lebensfreude wieder, die dem Ursprung unserer Schöpfung inne ist. 

 

 


 VORGEHENSWEISE 

 

1.     Aufstellung im morphogenetischen Feld des Familiensystems

Während einer Aufstellung kommt immer die Thematik zum Vorschein, die in der Seele des Klienten an der Oberfläche liegt, auch wenn sein Anliegen anders formuliert war.

Meine berufliche Erfahrung erlaubt mir, zu sagen, dass nur ein Alleingeborener Mehrling verstrickt sein kann. Ein Nicht-Zwilling weiß, welchen Platz er in seinem Familiensystem einnimmt. Er kann eine unterbrochene  Hinbewegung zu Vater und/oder Mutter haben, die wieder aufgenommen werden muss. Er bürdet sich aber keine Verstrickungen auf.

      

2.     Aufstellung im morphogenetischen Feld des Zwillingssystems des Vaters und/oder der Mutter

Der Klient ist Zwillingsersatz für die Eltern. Er nimmt den Platz als großer oder kleiner Bruder oder als große oder kleine Schwester für die Eltern ein. Oft ereignet sich der Fall, dass der Klient einen Bruder /eine Schwester in der anderen Fruchtblase ersetzt.

 

3.     Aufstellung dem Leben gegenüber

Wenn der Klient vor dem Stellvertreter für das Leben nach hinten zurückweicht, zieht er sich zu seinen Zwillingsgeschwistern in die Gebärmutter zurück.

 

4.     Aufstellung mit Kissen/Püppchen unter dem Schleier

Diese Arbeit ist besonders wichtig, da sie dem Klienten die Möglichkeit gibt, sein Mehrlingssystem vollständig zu integrieren.

 

5.     Aufstellung mit Stellvertretern unter dem Schleier

     In dieser Arbeitsphase hat der Klient die Möglichkeit, durch sein Körpergedächtnis seine Sensationen und Gefühle im Zusammenwirken mit seinen Mehrlingsgeschwistern wieder aufleben zu lassen. Dadurch kommen auch alle Überlebensmechanismen an den Tag, die der Klient nach dem Abgang seiner Geschwister angewendet hat.

 

6.     Aufstellung dem Leben gegenüber

In der letzten Aufstellung steht der Klient den Stellvertretern für seine Eltern gegenüber und folgt seiner Hinbewegung. 


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